Halbe Erbsensuppe mit halbem Schäufle

Nachg’schmeckt macht Urlaub auf der anderen Erdhalbkugel. Damit ihr nicht ganze ohne tolle Rezepte auskommen müsst, hat mein Freund Jens für euch den Kochlöffel geschwungen. Er hat eine badische Erbsensuppe mit halben Erbsen gemacht.

Jens ist auch Blogger und seine Leidenschaft sind Brettspiele. In seiner Spieleakademie (www.spiele-akademie.de) testet und berichtet er regelmäßig Spiele. Schaut doch auch mal bei ihm vorbei.

Viel Spaß und eine schöne Vorweihnachtszeit wünsche ich euch! Das nächste Rezept von mir gibt es dann im neuen Jahr.

Arne

Dort, wo viele Menschen zu versorgen sind, findet man sie häufig an, die traditionelle Erbsensuppe. Ebenso hat sie im Repertoire von Großmutters Küche ihren festen Platz. Was alles leckeres in einem Erbseneintopf steckt, erfährt man erst, wenn man Zubereitung selbst in die Hand nimmt. Und das ist nicht so schwer, wie es sich anhört.

Worauf kommt es bei einer Erbsensuppe an?

Erbsensuppe soll schön sämig sein und damit das klappt, wende ich eine kleine Entdeckung aus dem gut sortierten Lebensmittelfachgeschäft des Vertrauens an. Ich besorge mir geschälte, halbierte Erbsen. Die haben zwei Vorteile:

  1. Sie müssen nicht Tags vorher eingeweicht werden.
  2. Sie zergehen förmlich beim Kochen, ohne dass zusätzliches Stampfen nötig ist.

Bei der Fleischwahl gibt es je nach Region unterschiedliche Varianten. Viele bevorzugen Mettenden oder Eisbein. Meine Wahl fällt aber auf einen Mix aus durchwachsenem Speck und einem saftigen Schäufle. Wer nicht in Baden-Würtemberg wohnt, kann hier profanes Kasslerfleisch verwenden.

Zutaten für die Erbsensuppe

  • 1 Packung halbe Bioerbsen
  • 1 Durchwachsenen Bauchspeck
  • 1/2 Schäufle
  • 1 große Zwiebel (Oder 2 kleine)
  • 1 Bund Suppengemüse
  • 2-3 mehlige Kartoffeln
  • Petersilie, Majoran und weitere Kräuter nach Wahl
  • 3-4 Esslöffel Gemüsebrühe

 

 

Erbsensuppe zubereiten

Los geht’s mit dem Anbraten des Speck. Das passiert gleich in dem Topf, der für die Suppe vorgesehen ist. Die kleingeschnittenen Zwiebeln werden zugegeben und auch etwas angeröstet.

Das Ganze wird dann mit gut 1,5 Liter Wasser abgelöscht. Nun landen die halben Erbsen im Topf und werden unter Zugabe von etwas Gemüsebrühe aufgekocht. Jetzt sollte es schon deutlich denn charakteristischen Erbsensuppen Duft in der Küche geben.

Nun ist es Zeit für das halbe Schäufle. Mehr muss es nicht sein, da ja schon Speck drin ist und das Ganze ja nicht nach Fleischtopf schmecken soll. Das gewürfelte Fleisch muss nicht angebraten werden sondern nur mitkochen, um weich und schmackhaft zu werden.

Die Kartoffeln, Möhren, Sellerie und Kräuter können nun ebenfalls gewürfelt und ganz gemächlich in den Topf gegeben werden, während die Suppe auf kleiner Flamme vor sich hin köchelt. Ein Wort zu den Kartoffeln. Im Topf landet eine mehlig kochende Pfälzer Grumbeere, die zwar rein äußerlich nicht besonders auffällt, aber geschmacklich deutlich von anderen Kartoffeln zu unterscheiden ist und wirklich noch nach Kartoffel schmeckt.

Eine Stunde Kochzeit sollte man der Suppe mindestens gönnen. Je länger, je sämiger wird es, da alles schön miteinander verkocht. Es muss aber unbedingt in regelmäßigen Abständen umgerührt werden, damit die Erbsen nicht ansetzen.

Dass die Erbsensuppe am nächsten Tag noch besser schmeckt, ist übrigens kein Gerücht, sondern Fakt. Also am besten nicht sofort alles aufessen.


Zusammenfassung
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Rezept
Halbe Erbsensuppe mit halbem Schäufle
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2 Comments

  1. Bin begeistert! Hab erst am Wochenende nach nem Rezept für eine Erbsensuppe gesucht und kein vernünftiges gefunden. Werds hoffentlich noch vor Weihnachten ausprobieren können 😉

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